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Primero Schiefer im EinsatzMFSB01rgb

Salzburger Schiefer

Eigentlich ist die Stadt unterhalb der größten historischen Burganlage Europas eher für seine Nockeln bekannt, als für Schiefer. Vielleicht kommt man auf insgesamt zehn Dächer in der Stadt, die mit dem anspruchsvollen Deckmaterial gekrönt sind. In der zentrumsnahen Villengegend findet man auch eher Ziegel- oder Faserzement-Dächer. Letzteres hat seinen Hintergrund in einem begabten Dachdecker, der in den 60-er und 70-er Jahren eine Reihe von anspruchsvollen Villendächern mit Steinschindeln aus Faserzement deckte. Einer der Eigentümer eines solchen Anwesens wollte nun die vorhandene Faserzement-Deckung gegen eine Schieferdeckung mit ähnlichem Steinformat tauschen.

Schiefer im Format

SB038Zunächst galt es also für den beauftragten Dachdecker Alois Perwein Ges. mbH aus Altenmarkt, einen Schieferlieferanten zu finden, der den edlen Naturstein in dem gewünschten Format anbietet. Schon bald stieß der Dachdecker auf den Wermelskirchener Schieferspezialisten Primero-Schiefer GmbH. Hier erhielt er nicht nur den Schiefer in dem gewünschten Format, sondern auch Know-how für die Schieferverlegung in Form von der profitablen Befestigungsmethode Primero-Fixx® und der rationellen Vormarkierung Top-Line.

Für rationelle Verlegung vorbereitet

Für die rund 500 Quadratmeter große Dachfläche benötigte der österreichische Dachdecker Schiefersteine in den Formaten 40x20, als Kehlsteine in den Formaten 60x13 und 48x10 sowie für Detailausbildungen und An- beziehungsweise Abschlüsse in 40x40, 40x30 und 40x60. Der größte Teil der Steine für die Fläche wurde als Primero-Fixx®-Schiefer geliefert und zudem entsprechend der notwendigen Überdeckung mit Primero-Top-Line vormarkiert.SB033

Rationelle Verarbeitungstechniken

Die vom innovativen Wermelskirchener Schieferspezialisten Primero-Schiefer GmbH angebotene Primero-Fixx® Befestigungsmethode ermöglicht eine einfache und Zeit sparende Schieferflächendeckung. Zu diesem System gehört der spezielle Primero-Fixx®-Schieferdübel aus dem hochwertigen Werkstoff Polyamid. Durch diesen Schieferdübel, der werkseitig in die vorgebohrten Steine kommt, kann der Nagelkopf oberflächenbündig versenkt werden. Aufgrund seiner Elastizität sorgt er bei der Vernagelung für eine gleichmäßige Druckverteilung auf dem Schiefer. Nach der Nagelung erfüllt er die Funktion des Nagelkopfes und sorgt für dauerhaften Halt. Zweite Komponente dieses Zeit und Kosten sparenden Systems ist der Nagel selbst. Aus V4A-Edelstahl (Werkstoff-Nr. 1.4571) gefertigt und unverkennbar mit der Kopfprägung “P” ausgestattet, erhöht der Ringschaft die Auszugswerte deutlich und sichert somit den dauerhaften Halt des Schiefers an Dach und Fassade.

SB029Untersuchungen beim Materialprüfungsamt Dortmund ergaben, dass Schiefer, die mit zwei Primero-Fixx®-Nägeln befestigt wurden einen Auszugswert von ca. 970 N hatten. Damit hatten sie fast doppelt so hohe Auszugswerte wie bei traditioneller „von Handnagelung“ mit 2,8 x 35 mm Kupfernägeln.

Dritte Komponente ist der Primero-Fixx® Druckluftnagler mit einer speziell für den Schieferdübel entwickelten Schnellzentrierung. Ein integriertes Druckreduzierventil sorgt für konstanten Arbeitsdruck. Die ausgewogene Konstruktion in Verbindung mit dem geringen Gewicht - cirka 1,220 kg im leeren Zustand - sorgen für bequemes, einfaches und rationelles Handling.SB012

Gleichermaßen rationell ist der Primero Top-Line-Schiefer. Dabei handelt es sich nicht nur um marktüblichen Schiefer in den bekannten Formaten, sondern wie dargestellt auch um Sonderformen. Das Material wird werkseitig maschinell für die entsprechende Überdeckung vormarkiert. Mittels dieser Markierung ist das Vorantreiben mehrere Gebindereihen ohne zusätzliches Schnüren von einem Arbeitsstandort aus möglich. Selbst bei Regen beziehungsweise nassen Schiefersteinen ist Primero-Top-Line immer noch gut sichtbar. Das bietet dem Fachhandwerker präzise und schnelle Verarbeitung mit hohem Verlegekomfort.

Sanierungsarbeiten

SB006Vor der Verarbeitung des neuen Deckmaterials musste zunächst abschnittsweise die vorhandene Eindeckung entfernt werden. Auf die darunter liegenden Schalung verlegten die Dachhandwerker eine talkumierte Schalungsbahn (VS 25) und nagelten anschließend die Konter- und die Traglattung auf. Letztere bildet die Grundlage für die neue Dachdeckung mit Schiefer.

Schnelle Ergebnisse

Schon während der Verarbeitung der ersten größeren Flächen machten sich die innovativen Verlegehilfen bemerkbar: „Ohne die rationelle Befestigungsmethode und die Vormarkierung hätten wir mindestens die doppelte Zeit für die Flächenverlegung benötigt“, resümiert Alois Perwein. Die investierte der Dachdecker mit seinen insgesamt 25 Mitarbeitern lieber in die vielen Details, die das Dach der Villa bietet. Es unterteilt sich in zwei Gebäudebereiche, einem Haupt- und einem Quergebäude, die beide mit einem Walmdach abschließen. Am rückseitigen Walm des Hauptgebäudedaches fügt sich das Quergebäude an. Hieraus ergeben sich zwei lange, die beiden Dächer verbindende Kehlen. Die Dachneigung des Hauptdaches beträgt 45°, die des Querdaches 55°. Die Walme des Querdaches sind mit 60° die steilsten Dachflächen.

Handwerkliche DetailarbeitSB004

Darüber hinaus unterbrechen eine Vielzahl von Gauben die Dachflächen. Die meisten davon sind mit Wangenkehlen in die Fläche eingebunden worden. Hier kamen die für deutsche Schieferdeckung unüblichen Steinbreiten von 10 Zentimeter zum Einsatz. „So konnten wir die Kehle deutlich runder ausformen, und sie wird dadurch optisch ansprechender“, erläutert DD Perwein die österreichische Kehlsteinvariante.

Optisch abwechslungsreiche Lösungen

SB007Die beiden Gauben auf den Walmen des Querdaches sind nicht so weit ausgebaut wie die restlichen Gauben. Um hier noch einen besonderen optischen Akzent zu setzen, formten die Dachhandwerker hier die Einbindung in die Fläche in Form von fliehenden Kehlen aus. Da bei allen Gauben die vorhandenen Fensterbänke erhalten bleiben sollten, mussten zusätzlich Metalleinfassungen für die Gaubenränder eingebaut werden. Hier verwendeten die Dachdecker auf Wunsch des Eigentümers vorpatiniertes Kupfer. Ein zusätzliches Detail bilden die zwei kleinen Fledermausgauben, eine auf der Hauptdachfläche, die zweite auf der Rückseite des Querbaus, die beide sauber in die Gesamtfläche eingebunden wurden.

Harmonische GestaltungSB012

Zudem musste an der umlaufenden Traufe des gesamten Daches der nach drei Gebindereihen auftretende Knick im Deckgrund – auch als „Aufschiebling“ bezeichnet – sauber ausgeführt werden. Als Traufbleche setzten die Dachhandwerker ebenfalls vorpatiniertes Kupfer ein. Aus gleichem Material sind übrigens auch die Dachlüfter unmittelbar unterhalb des Firstes.

Fazit: Qualität bei Material und Verarbeitung

MFSB04rgbMit seinen handwerklich anspruchsvollen Details und einem für Schiefer unüblichen Steinformat unterstreicht das neue Dach der Salzburger Villa den individuellen Charakter des Hauses. Das diese Deckarbeit rationell und fachgerecht ausgeführt wurde, liegt wesentlich an dem hohen Qualitätsanspruch, den Dachdecker Alois Perwein an seine Arbeit und das Material legt. Und zum Teil auch an den innovativen Verlegehilfen der deutschen Schieferspezialisten aus Wermelskirchen.

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