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Architektur zwischen Privatsphäre und Lebensraum
Eine Übernachtungsmöglichkeit für das Diakonische Landgut Holzdorf
20 Student/innen aus der ganzen Welt befassten sich im Rahmen eines Summer School Workshops der Bauhaus-Universität Weimar mit der Frage, wie sich Raumatmosphäre architektonisch realisieren lässt. Neben der theoretischen Annäherung an das Thema bedeutete das für die angehenden Architekten aus China, Taiwan, Jordanien, Polen, Armenien, Australien USA und Deutschland, dass sie am Ende auch eine Übernachtungsmöglichkeit zu bauen hatten. Eine ganz neue Erfahrung für eine Vielzahl der angereisten Studenten. Hatten sie sich bis dato dem Thema Bauen eher theoretisch genähert. Bei der baulichen Umsetzung des Vorhabens unterstützte DuPont Building Innovations die Summer Academy der Bauhaus-Universität Weimar mit ihrer bewährten DuPont™ Tyvek® UV Facade.
Hilfe aus der Praxis
Der in mehrere Abschnitte unterteilte 14-tägige Workshop umfasste neben der grundsätzlichen Auseinandersetzung mit den Themengebieten Privatsphäre und Raumatmosphäre auch die Planung und Umsetzung einer Behausung für zwei Personen auf dem Gelände des Diakonie Landgutes Holzdorf. Schritt für Schritt näherten sich die Studenten, unterstützt von den Dozenten der Bauhaus-Universität Weimar sowie den Architekten Katinka Temme, Kengo Kuma Architekten, José Mario Gutierrez Marquez, BFM Architekten, Berlin, und Anna Kostreva, Berlin, über mehrere Designstudien und Modelle der tatsächlich zu realisierenden Unterkunft.
Rationelle Bauweise
Aufgrund der einfacheren Vorfertigung und schnelleren Bauweise stand schon sehr früh eine Holz-Rahmen-Konstruktion als Tragwerk fest. Die beiden Schreiner Moritz Nicklaus und Maria Schönen unterstützen die Studenten bei der Planung, dem Bau, dem Transport sowie der Endmontage der gesamten Konstruktion. Zur Bekleidung der Fassade entschied man sich für eine horizontale Holzlattung, die ebenfalls vorgefertigt werden konnte. Speziell zur Ausbildung einer UV-beständigen Schattenfuge zwischen den horizontal verlaufenden Holz-Lamellen setzte man die schwarze Fassadenbahn DuPont™Tyvek® UV Facade ein. Die Bahn mit der CE-Kennzeichnung nach DIN EN 13859-2 bietet ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit bei größtmöglicher bauphysikalischer Sicherheit. Das Material basiert auf der seit Jahrzehnten bewährten und einzigartigen Flash-Spun-Bond-Technologie, die mit ihrer Funktionsschicht Wasser- und Winddichtheit bei gleichzeitiger Wasserdampfdiffusionsoffenheit ermöglicht.
Hohe Anforderungen
Für den Einsatz in Fassaden mit offenen Fugen werden an die UV-Beständigkeit solcher Bahnen anwendungsbezogen besonders hohe Anforderungen gestellt. Durch die offenen Fugen trifft über die gesamte Lebensdauer einer Fassade UV-Licht auf die Bahn. Nach DIN EN 13859-2 wird diese erforderliche höhere UV-Beständigkeit für diese Anwendung durch 5.000 Stunden permanenter UV-Bestrahlung im Labor geprüft. DuPont™Tyvek® UV Facade behält selbst nach dem strengeren Alterungstest für Fassadenbahnen mit offenen Fugen (EN 13859-2) mehr als 90% ihrer Restfestigkeit und 80% ihrer Dehnbarkeit. Der Hersteller gibt eine 10-jährige Produktgewährleistung([1]) bei Fugenbreiten bis zu 3 cm. Gleichzeitig ist DuPont™Tyvek® UV Facade bis zu vier Monate lang frei bewitterbar, ohne dass die Langlebigkeit und Funktionalität der Bahn dadurch eingeschränkt wird. Für die Praxis bedeutet dies: DuPont™ Tyvek® UV Facade schützt die Dämmung und die darunter liegende Konstruktion von frei liegenden oder hinterlüfteten Fassaden mit offenen Fugen lange Zeit vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit. 
Passender Insektenschutz
Die nach EN 1928 in W1 klassifizierte Bahn ist zugleich mit einem sd-Wert von 0,035 m (nach EN ISO 12572) ausreichend dampfdiffusionsoffen. So wird die Dämmung vor eindringender Feuchtigkeit geschützt und gleichzeitig kann eingeschlossene Restfeuchte ungehindert nach außen abwandern. Mit einer entsprechenden Überlappung und Verklebung der verlegten Bahnen untereinander wird diese Schutzfunktion dank der winddichten Eigenschaften des Materials unterstützt. In Verbindung mit entsprechenden Schutzmaßnahmen am Fuß- und Traufpunkt der Fassade sorgt die robuste Bahn auch für den notwendigen Insektenschutz der Konstruktion. Während des Baus der Unterkunft auf dem Diakonie Landgut Holzdorf sorgte die UV-beständige Fassadenbahn zudem für ausreichenden Witterungsschutz in der Bauphase. Nach zwei Wochen konnte der gesamte Bau nach den entwickelten Plänen erstellt werden. Im Nachgang sorgten Studenten der Bauhau-Universität Weimar für den Innenausbau mit zwei Schlafmöglichkeiten. Dank des Workshops im Rahmen der Summer Academy der Bauhaus-Universität Weimar gelang es den 20 Studentinnen und Studenten nicht nur einen theoretischen, sondern auch einen konkreten Bezug zu Raumatmosphäre und der damit verbundenen Privatsphäre zu schaffen. Insbesondere die Kombination von Entwicklung, Planung, Kalkulation und Realisierung war für die angehenden Architekten eine lehrreiche Erfahrung.
Projektdaten:
Workshop „Private Sphere“ Summer School der Bauhaus-Universität Weimar, Sommer 2011
Leitung: Till Boettger, Daniel Reisch, george Showman, Tina Walbaum
[1] Bitte beachten Sie die vollständigen Gewährleistungsbedingungen für DuPont™ Tyvek® unter www.construction.tyvek.com
Fotohinweis: Bauhaus-Universität Weimar